Die beiden BaWü-Teams triumphieren beim wichtigsten Landesauswahl-Nachwuchsturnier Deutschlands – das Wochenende war geprägt von sportlicher Klasse und Teamgeist der beiden Auswahlen.
Das U18 Bundespokalturnier ist der Zielwettbewerb der Landesauswahlen und jedes Jahr ein Highlight im Kalender des deutschen Volleyballnachwuchses. Wenn sich die besten U18-Spieler:innen (der Jahrgänge 2008/2009) aus allen Landesverbänden messen, geht es nicht nur um Titel und Medaillen, sondern auch um Ehre, Teamgeist und sportliche Weiterentwicklung. Für die Auswahlmannschaften der ARGE Volleyball Leistungssport Baden-Württemberg (BaWü) war das diesjährige Turnier vom 23.-26. Oktober in Schwerin ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt – mit einem historischen Doppelerfolg bei den Mädchen und Jungs.

Anreise und Vorbereitung – Gemeinsam ins Abenteuer: Bundespokal 2025
Am Mittwochmorgen starteten die beiden BaWü-Auswahlteams mit der Bahn gemeinsam in Richtung Schwerin. Schon die Anreise zeigte, wie groß die Vorfreude war. Spieler:innen, Trainer:innen und Betreuer:innen waren motiviert, konzentriert und spürbar stolz, Baden-Württemberg auf Bundesebene zu vertreten zu dürfen.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung. Am Vormittag absolvierten die Teams ihre erste Trainingseinheit in der Schweriner Halle – noch etwas Eingewöhnung, aber die Spielfreude war sofort spürbar. Am Nachmittag folgten die obligatorischen Anthropometrie-Messungen durch den DVV, gefolgt von einer weiteren intensiven Trainingseinheit in der späteren Spielhalle. Das Trainerteam nutzte die Gelegenheit, um an den taktischen Feinheiten zu feilen, Aufschlagdruck und Blockarbeit zu justieren und die Kommunikation auf dem Feld zu stärken.
Turnierstart am Freitag – Auftakt mit Ausrufezeichen
Pünktlich am Freitagmorgen fiel der Startschuss für das Bundespokalturnier 2025. Und die BaWü-Teams zeigten von Beginn an, dass sie in Schwerin ein Wörtchen mitreden würden.
Die Mädchen-Auswahl startete furios: Ein glatter 2:0-Sieg gegen Thüringen (25:7, 25:19) sorgte für einen optimalen Einstand. Auch im zweiten Spiel gegen den Westdeutschen Volleyball-Verband (WVV) ließen die BaWülerinnen nichts anbrennen und gewannen souverän mit 2:0 (25:14, 25:20).
Die Jungs wollten da natürlich nicht nachstehen. Ihr erstes Spiel gegen Hessen endete mit einem klaren 2:0 (25:18, 25:11). Auch gegen Schleswig-Holstein (2:0, 25:20, 25:17) und die stark eingeschätzte DVV-Auswahl (2:0, 25:18, 25:22) setzten sie sich durch – ein souveräner Gruppensieg ohne Satzverlust.
Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der Regeneration: gemeinsames Abendessen, intensive Betreuung durch die Physios Martin und Sophia und die mentale Vorbereitung auf den nächsten Tag.
Turnier Samstag – Emotionen, Comebacks und Finalträume
Der Samstag war der wohl intensivste Tag des Turniers – physisch wie emotional.
Mädchen – von der Gruppenphase bis ins Finale
Um 9 Uhr morgens starteten die BaWü-Mädels gegen eine stark aufspielende DVV-Auswahl. Mit beeindruckender Konsequenz sicherten sie sich den 2:0-Sieg (25:20, 25:14). Auch das letzte Gruppenspiel gegen Rheinland-Pfalz verlief souverän – 2:0 (25:16, 25:14) – und bedeutete den Gruppensieg mit makelloser Bilanz. Vier Spiele, vier Siege, kein Satzverlust – ein starker Auftakt.
Im Viertelfinale gegen Hessen wurde es dann erstmals richtig spannend. Nach einem klar gewonnenen ersten Satz schien alles nach Plan zu laufen, doch die Hessinnen steigerten sich im zweiten Satz und erzwangen den Satzausgleich. Im Tiebreak behielten die BaWü-Spielerinnen die Nerven und setzten sich mit 2:1 (25:18, 23:25, 15:7) durch.
Das Halbfinale gegen Sachsen entwickelte sich zu einem echten Volleyballkrimi. Der erste Satz ging deutlich verloren (13:25), doch die BaWü-Auswahl kämpfte sich mit Leidenschaft und Willensstärke zurück. In einem spannenden zweiten Satz drehte das Team das Momentum und gewann schließlich mit 2:1 (13:25, 26:24, 15:10) – Finale!

Jungs – stark, konzentriert und zielstrebig
Auch die Jungs ließen keinen Zweifel an ihrer Ambition. Im Viertelfinale setzten sie sich gegen den spielstarken NWVV mit einer sehr konzentrierten und souveränen Leistung mit 2:0 (25:20, 25:17) durch.
Im Halbfinale traf das Team auf den Mitfavoriten aus Sachsen – und musste nach dem ersten Satzverlust (18:25) erstmals zurückschlagen. Mit taktischem Feingefühl und einer beeindruckenden Teamleistung drehten die BaWüler das Spiel und zogen mit 2:1 (18:25, 25:20, 15:5) ins Finale ein.

Am Samstagabend stand fest: BaWü doppelt im Endspiel – schon jetzt ein toller Erfolg.
Sonntag – Zwei Finals, zwei Titel
Der Finaltag begann mit dem Duell der BaWü-Jungs gegen den WVV. Der Auftakt verlief holprig: WVV dominierte den ersten Satz dank starker Annahme und druckvoller Aufschläge (16:25). Doch das Trainerduo Philipp Sigmund und Leander Bohl reagierte clever, stellte das System leicht um – und die Jungs drehten auf. Mit verbessertem Aufschlagdruck, starkem Block-/Feldverteidigungsspiel und aggressiven Angriffen aus der Feldverteidigung holten sie den zweiten Satz (25:16) und entschieden den Tiebreak mit 15:13 für sich. Der Jubel war riesig: Bundespokalsieger 2025!
Direkt im Anschluss traten die Mädels ebenfalls gegen den WVV an. Auch hier ein ähnliches Bild: ein starker Start, dann ein Satzverlust – und schließlich ein furioser Schlussspurt. Nach 0:1-Rückstand zeigten sie einmal mehr ihre mentale Stärke. Mit druckvollen Aufschlägen, cleveren Angriffen und großem Teamspirit sicherten sie sich Satz zwei (25:16) und gewannen den entscheidenden Tiebreak mit 15:9. Damit krönten sie ein perfektes Wochenende: Bundespokalsiegerinnen 2025!

Fazit – Ein Wochenende, zwei Titel, ein Team
Mit zwei Pokalen im Gepäck trat die ARGE BaWü die Heimreise an – stolz, glücklich und ein Stückchen erschöpft, aber vor allem erfüllt von dem Gefühl, etwas Besonderes erreicht zu haben. An dieser Stelle nochmal ein großen Dank an den SSC Schwerin sowie den Volleyball Landesverband Mecklenburg Vorpommern für eine tolle Gastfreundschaft und top Organisation.
Landestrainer Sven Lichtenauer und Philipp Sigmund zogen ein rundum positives Fazit: Beide betonten, wie beeindruckend die Spieler:innen trotz der verkürzten Vorbereitungszeit als Team zusammengewachsen sind und alles dem gemeinsamen Ziel „Bundespokalsieger: innen“ untergeordnet haben.
Ein besonderer Dank gilt den Physios Sophia Hoss und Martin Panitz, die mit großem Einsatz für Regeneration und Betreuung sorgten und so einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg leisteten.
Mit dem Doppelsieg in Schwerin hat die ARGE BaWü wieder ein starkes Zeichen im deutschen Nachwuchsvolleyball gesetzt. Der letzte gemeinsame Triumph datierte aus dem Jahr 2019 – umso größer ist die Freude, dass es 2025 wieder gelungen ist, beide Titel nach Baden-Württemberg zu holen.
Herzlichen Glückwunsch an alle Spieler:innen, Trainer:innen, Betreuer:innen und Unterstützer:innen zu einem unvergesslichen Wochenende!
Für die ARGE BaWü im Einsatz:
Weiblich: Nele Baur (TV Rottenburg), Emily Hachenberg (TSV Flacht), Lara Markovic (VfB Friedrichshafen), Jule Johner (MTV Stuttgart), Laura Pallarz (MTV Stuttgart), Elena Kohler (Tg Biberach), Hannah Mehrig (MTV Stuttgart), Zoe Neboh (MTV Stuttgart), Emilie Wintz (MTV Stuttgart), Lotte Stolze (FV Tübinger Modell), Marlene Schoof (MTV Stuttgart):
Betreuer: innen: Sven Lichtenauer, Björn Schulz, Sophias Hoss und Timon Schippmann.
Männlich: Luka Gierling (VfB Friedrichshafen), Ole Rieß (FT 1844 Freiburg), Christpher Oberglock ( MTV Ludwigsburg), Maximilian Bangert (VfB Friedrichshafen), ANton Müller (FT 1844 Freiburg), Noah Althoff (TV Rottenburg), Sam Hill (FT 1844 Freiburg), Elias Wiebel (VfB Friedrichshafen), Finn Hofmeester (TV Rottenburg), Matthis Müller (SSC Karlsruhe), Moritz Stephan (VfB Friedrichshafen), Clemens Wittig (MTV Ludwigsburg).
Betreuer: Philipp Sigmund, Leander Bohl, Martin Panitz und Timon Schippmann.
Abschlusstabellen U18 Bundespokal 2025
Männlich
- ARGE Baden-Württemberg
- Westdeutscher Volleyball-Verband
- Sächsischer Sportverband Volleyball
- Volleyball-Verband Rheinland-Pfalz
- Schleswig-Holsteinischer Volleyball-Verband
- Thüringer Volleyball-Verband
- Hamburger Volleyball-Verband
- Nordwestdeutscher Volleyball-Verband
- Volleyballverband Mecklenburg-Vorpommern
- Hessischer Volleyballverband
- Bayerischer Volleyball-Verband
- Volleyball-Verband Berlin
- Deutscher Volleyball-Verband
- Brandenburgischer Volleyball-Verband
- Volleyball-Verband Sachsen-Anhalt
- Saarländischer Volleyball-Verband
Weiblich
- ARGE Baden-Württemberg
- Westdeutscher Volleyball-Verband
- Sächsischer Sportverband Volleyball
- Nordwestdeutscher Volleyball-Verband
- Bayerischer Volleyball-Verband
- Volleyball-Verband Berlin
- Volleyballverband Mecklenburg-Vorpommern
- Hessischer Volleyballverband
- Brandenburgischer Volleyball-Verband
- Thüringer Volleyball-Verband
- Hamburger Volleyball-Verband
- Deutscher Volleyball-Verband
- Volleyball-Verband Rheinland-Pfalz
- Schleswig-Holsteinischer Volleyball-Verband
- Saarländischer Volleyball-Verband
Alle Ergebnisse sowie die Abschlusstabelle des Turniers kann hier eingesehen werden.
Bericht: Verband
Bilder: Marc-Oliver Köller (Instagram: mokoeller), Teambilder (Verband)